SPD in der Verbandsgemeinde Hachenburg

Ukraine-Flüchtlinge: SPD regt schnelle Unterstützung für die Verwaltung an

Veröffentlicht am 19.04.2022 in Aktuell

Viele Menschen sind derzeit aus den Kriegsgebieten in der Ukraine auf der Flucht. Vor allem Frauen und Kinder sowie alte Menschen suchen Schutz in Deutschland. Aktuell sind etwa 230 Personen in der Verbandsgemeinde Hachenburg untergebracht.

Die SPD in der Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich mit den Bedürfnissen dieser Menschen ausführlich beschäftigt. Das erste Netzwerktreffen von Verbandsgemeindeverwaltung, Ortsgemeinden und interessierten Institutionen am 07.04.22 hat gezeigt, dass insbesondere die Vermittlung zwischen Hilfesuchenden und Angeboten sich aktuell schwierig gestaltet. Hier sieht die SPD nach den Worten der stellvertretenden Gemeindeverbandsvorsitzenden Simone Conrad den besonderen Bedarf einer Koordinationsstelle. Da insbesondere die Sprachbarriere häufig ein Hindernis darstellt, sollte die Stelle möglichst mit einer zweisprachigen Person – idealerweise mit Kenntnissen der ukrainischen Sprache und EDV-Erfahrung – besetzt werden.

Zentrale Anlaufstelle ist für alle geflüchteten Personen die Verbandsgemeindeverwaltung, wo die Personen erfasst werden und der Antrag auf Sozialleistungen gestellt wird. Außerdem ist die Verbandsgemeindeverwaltung für die Unterbringung der Personen zuständig, so dass nahezu jede geflüchtete Person mindestens einmal in den Kontakt mit den MitarbeiterInnen der Verbandsgemeindeverwaltung kommt.

Genau hier sieht die SPD eine geeignete Möglichkeit, die Hilfesuchenden zu unterstützen.

Deshalb regte ihr Vorsitzender Michael Birk in der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 12.04.22 an, eine halbe Stelle befristet für ein Jahr einzurichten, die den ankommenden Menschen so den Weg durch die Behörden ebnet und gleichzeitig als „Lotse“ zu den verschiedenen privaten oder institutionellen Hilfsangeboten tätig werden kann.

„Wir hoffen, dass diese Stelle den Menschen eine deutliche Hilfestellung bei der Orientierung in ihrem neuen Zuhause bietet,“ so Simone Conrad. „Idealerweise wird auch die Verwaltung davon profitieren, da die Erfassung und das Ausfüllen des Leistungsantrages mit dieser Unterstützung schneller erfolgen kann. Aber auch die ehrenamtlichen Paten und beteiligte Institutionen, die sich in einem Patenschaftsnetzwerk zusammenschließen möchten, hätten damit eine Anlaufstelle.“

Diese Sichtweise wurde von der großen Mehrzahl der Mitglieder des Verbandsgemeinderates geteilt, so dass die betreffende Stelle hoffentlich in Kürze besetzt wird und ihren Dienst aufnehmen kann.

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